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4. Rang an der Universiade

Am 6. Juli, vier Wochen nach meinem Armbruch startete für mich die Reise nach Neapel an die Universiade.


Ich freute mich enorm auf diese „kleine Olympiade für Studenten“ und war gespannt, was für ein Resultat für mich trotz der holprigen Vorbereitung drinlag.

In Neapel wurden wir in einem Kreuzfahrtschiff untergebracht, auf dem wir Athleten eigentlich alles hatten was wir brauchten (viel gutes Essen, Kraftraum, Swimming Pool, Eisbad im ursprünglichen Whirlpool, …). Die grösste Herausforderung in den ersten Tage war der wilde Verkehr in Neapel, welcher der Transport vom Hafen in das Stadion erschwerte und wir deswegen viel Zeit in Bussen verbringen mussten. Die Hitze machte mir nicht mehr so sehr zu schaffen, da die Wochen zuvor in der Schweiz schon relativ heiss waren und ich mich an die hohen Temperaturen gewöhnen konnte.



Da nur 17 Läuferinnen bei 3000m Steeple gemeldet waren, gab es am Dienstag kein Vorlauf sondern direktes Final am Donnerstag. Deswegen stand für mich am Dienstag noch ein abschliessendes Bahntraining auf dem Programm. Beim Cool-Down des Trainings passierte mir ein Missgeschick: ich stolperte und fiel auf die Knie - zwei Tage vor dem Grossanlass nicht gerade optimal. Zum Glück wurde ich vom Schweizer Medical Team bestmöglich versorgt und ich verbrachte die folgenden zwei Tage mit dem Kühlen der Knie, was sehr half und mich am Donnerstag die Verletzungen der Knie nicht mehr störten.

Am Tag des Wettkampfes fühlte ich mich gut, besonders das Warm-Up gab mir ein sehr positives Gefühl. Ich war trotz Ellbogen und Sturz auf die Knie so bereit, wie ich in diesem Moment mit allen Umständen sein konnte.


Das Rennen verlief für mich gut, ich konnte in der Spitzengruppe defensiv laufen und viel Energie sparen. Beim letzten Kilometer fiel die Spitzengruppe auseinander und auf der letzten Runde kämpfte ich mit der Agentinierin um Bronze, musste die Läuferin mit einer 9:25-PB dann aber leider ziehen lassen und brachte wieder einen vierten Rang mit nach Hause. Ich war traurig, dass ich die Medaille wieder so knapp verpasst habe und mein Effort noch nicht ganz so ausbezahlt wurde, wie ich es mir wünschen würde, aber ich kann mir nichts vorwerfen, denn ich habe das Bestmögliche gegeben und aus der Situation rausgeholt. Ich glaube, dass dies alles zu meinem Weg dazugehört und mich nur stärker macht für alles was noch kommt.




Diese Woche konnte ich mich 5 Tage in Lissabon mit meinem Freund etwas erholen und Energie tanken. Nun bin ich auf dem Weg nach St. Moritz für ein zweiwöchiges Trainingslager mit TG Hütten. Ich freue mich auf diese Zeit und auch auf meinen nächsten Wettkampf, 3000m in Bern am Citius-Meeting am 3. August.

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